die Radgeber, Fahrräder die passen
Der Fahrradladen in Mainz
Technik die begeistert

Radfahren, da klebt bei vielen ersteinmal im Geiste das Kettenfett an der Hose, regelmäßige Platten und eine Beleuchtung, die des Wortes nicht würdig ist, sind unschöne Assoziationen.
Kaum ein Autofahrer besteigt sein Gefährt mit dem Stoßgebet, ihm möge heute nicht die Luft ausgehen. Nein, er nutzt ein aus seiner Sicht praktisches Fortbewegungsmittel: reinsetzen, losfahren, ankommen und aussteigen. Das war´s! Und "Freude am Fahren" ist auch möglich. Doch im Bereich der Fahrradtechnik ist in den letzten Jahren viel passiert.

Da ist zuerst der Reifen und das Plattenrisiko:
Pannenschutzsysteme für den Reifen, welche beim Auto helfen, kommen wegen der zu hohen Abrollwiderstände beim Fahrrad zunächst nicht in Frage. Denn kaum ein Radler investiert gerne einen großen Teil seiner Tretkraft in den Pannenschutz statt in den Vortrieb. Die Hersteller von Fahrradreifen haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte bei der Pannensicherheit gemacht.
Nach Reifen mit eingewebten, hochfesten Kunststofffäden gibt es nun den Marathon PLUS mit einer mehrere Millimeter dicken Schutzschicht aus Kautschuk, genannt „SMART GUARD(R)", welche direkt unter der Lauffläche liegt. Diese lässt selbst Reißnägel außen vor.
Und doch rollen solche Reifen genauso leicht wie herkömmliche. Damit ist der "unplattbare" Fahrradreifen wahr geworden und wird sich hoffentlich bald durchsetzen.

Licht scheint eine Ausstattung zu sein, die Fahrräder eher der
gesetzlichen Vorschrift als der Funktion wegen mit sich herumtragen. Denn das, was auch an vielen günstigen Neurädern montiert ist, funktioniert meist nur für kurze Zeit. Eine echte Lösung ist hier der SONabendynamo von W.Schmidt aus Tübingen. Dieser ist in die Vorderradnabe integriert und spendet als echte Licht(!)maschine immer und zuverlässig Strom. Nach den Rücklichter mit Diodentechnik, wie das B&M Linetec, welches durch seine breite Leuchtfläche die Spitze der Technik markiert kamen die Frontlampen mit LED. IQ-Tec setzt hier mit der Leistung eines Motoradscheinwerfers die Marke. In Verbindung mit LICHT24(R) mauch mit Tagfahr-LEDs zum besser gesehen werden am Tage
So funktioniert Fahrradlicht immer wenn man es braucht, solange auch die Verkabelung ordentlich gemacht wird.

Der Antrieb, das "Herz" des Fahrrads, will gepflegt sein, sonst droht der Infarkt. Hier konkurrieren bisher zwei Systeme miteinander, Ketten- und Nabenschaltung. Bei beiden überträgt eine Kette die Kraft höchst effizient. Kardan oder Riemenantrieb konnten sich des hohen Verlustes wegen nie durchsetzen.

Kettenschaltung:
Bis zu drei unterschiedliche Zahnräder vorne und bis zu zehn Zahnräder hinten. Eine Kette, die beim Schalten ständig hoch oder runterklettern muss. Das Ganze vollkommen offen für Witterungseinflüsse. Hoher Verschleiß ist hier vorprogrammiert. Dazu eine Handbedienung mit vier Knöpfen oder zwei Drehgriffen. Diese erlauben alle Kombinationen zwischen den Zahnrädern, aber nur 2/3 dürfen benutzt werden - und das nur beim Treten, nicht etwa im Wartestand vor der Ampel.
Dennoch: Der große Vorteil der Kettenschaltung ist ihre hohe Effizienz. Bei guter Pflege gehen nur 2 Prozent Kraft verloren. Dagegen verschwinden in einer ungepflegten und vom Regen rostigen Kettenschaltung 15 bis 25 Prozent der Tretkraft. Bei aktuellen 9-fach Kettenschaltungen und üblicher Pflege müssen manchmal schon nach 3000 km Zahnräder und Kette ersetzt werden. Für Allwetter-Vielfahrer ein teurer Spaß.

Nabenschaltung:
Hier arbeitet ein kleines Getriebe mit 3 bis 11 Gängen geschützt vor Witterungseinflüssen in der Hinterradnabe. In gängiger Qualität gefertigt von Shimano(R) oder SRAM(R) (ehem. Sachs) wandeln sie leider ca. 10 Prozent der Tretkraft durch Reibung um, kommen damit aber auf einen Wert wie bei einer nicht gut gepflegten Kettenschaltung. Nabenschaltungen arbeitet im Stand, man kann also an der roten Ampel in einen leichteren Gang schalten. Doch während kräftigen Tretens lässt sie sich nicht schalten, was besonders in den Bergen von Nachteil ist: Man muß zum Schalten das Pedalieren kurz "Druck vom Pedal" nehmen.
Nabenschaltungen gibt es bis zu der 9-Gang übrigens wahlweise mit Rücktritt anstelle des Freilaufs
Und mit der Nuvinci360(R) auch mal als stufenlose Alternative.

Nabenschaltung 2.0:
Rohloff Speedhub 500/14:
Die Weiterentwicklung der "alten" Nabentechnik ist die aufwendiger gefertigte Nabenschaltung des Nordhessischen Unternehmens Rohloff. Die Eigenentwicklung kam ohne die großen, auf Masse bedachten Fahrradhersteller auf den Markt. Die gingen davon aus, dass ein solch hochwertiges und auch hochpreisiges Produkt keine Käufer finden wird. Die inzwischen über 100.000fach produzierte Nabe mit 14 Gängen ist leichtgewichtig, lässt sich sowohl im Stand als auch während des Tretens bedienen, und das mit nur einem Drehgriff. Sie hat minimalen Kraftverlust, verstellt sich nicht und ist annähernd wartungs- und verschleißfrei. Und das bei gleicher Gangvielfalt wie einer 27er-Kettenschaltung.
Ausschließlich ohne Rücktritt erhältlich

Pinion
Neue Weg geht Pinion. 18 Gänge im Bereich des Tretlagers, sauber als Getriebeblock eingefügt schickzt sich an die Spitze der Nabenschaltungsevolution zu erklimmen www.pinion.eu

Die Bremsen:
Trommelbremse und Rücktritt waren einmal, denn in hügeligen Regionen überhitzen sie schnell. Die Bremse der letzten Jahre war die Felgenbremse. Eine Fahrradfelge kann jedoch nur entweder für ein stabiles Rad oder für die Bremsbeläge optimiert werden, und so geht man immer einen Kompromiss ein. Die V-Brake als moderne Seilzug-Felgenbremse ist eine gut funktionierende Bremse, die heute zur Standardausrüstung von Neurädern gehört. Leider hat sie einen recht hohen Belagverschleiß. Besser als Seilzugbremsen sind moderne Hydraulik-Felgenbremsen von MAGURA(R), die mit Öl anstelle von Seilzügen arbeiten und eine deutlich leichtere Bedienung ermöglicht. Auch lassen sich die Bremsbeläge im Druckknopfverfahren schnell selber wechseln.
Alternativ kann für ein stabiles Laufrad die Bremsleistung über eine extra Scheibe auf das Rad übertragen werden. Das Prinzip der Scheibenbremse ist von Auto und Motorrad bekannt. Noch gibt es aber Geräusch-Probleme bei diesem für Fahrräder recht neuen Bremsentyp. Bekommen die Hersteller diese in den Griff, könnte die Scheibenbremse sich auch am Alltags-Fahrrad durchsetzen. Bei Mountainbikes ist dies nebensächlich, hier zählt die Bremsleistung und der Motor übertönt leichtes Schleifen.
Darüber hinaus ist ein neuer Typ von Trommelbremse, die Rollenbremse von Shimano, in der überarbeiteten Version auf dem Markt, die dank bessere Kühlung zuverlässig arbeitet, jedoch gewichtsmässig etwas hoch liegt

Fazit:
Es hat sich viel getan "rund ums Rad" und wir können Ihnen von neuestem High-End-Schnickschnack bis zum rund-um-sorglos Fahrrad alles anbieten.

Ob sie dabei lieber sportlich gestreck, komfortabel aufrecht oder im Liegen radeln, ist Ihnen überlassen und müssen Sie bei einer ausgiebigen Probefahrt bei uns herausfinden.

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